drei Monate Großstadtleben in London sind fast ins Land gezogen und es ist etwas komplett anderes als es in Düsseldorf war. Ich bin fürs Studium nach Düsseldorf gezogen, falls man das überhaupt so nennen kann. Denn ich bin jedes Wochenende heim gefahren und habe mich sehr unwohl dort gefühlt. Von London kann ich nur das Gegenteil behaupten. Ich bin mit so viel Vorfreude in den Flieger gestiegen und war ab der ersten Sekunde hier überglücklich.
Das Einzige womit ich zum kämpfen habe, ist mit mir selbst. Ich dachte ich hätte mich selbst gefunden, wüsste was ich vom Leben wollte. Grundsätzlich weiß ich das auch immer noch, aber diese Stadt bietet so Vieles. So viele Lebensstile. Persönlichkeiten. Styles. Biografien. Als Kleinstadtkind, aus einem Ort, in dem mir Einiges doch sehr langweilig und unzeitgemäß erscheint, kann das doch überfordernd sein. Nehmen wir als Beispiel das Thema Mode: Zu Hause werde ich schräg gemustert, wenn das Outfit auffallender ist als eine blaue Jeans mit einem weißen T-Shirt, was mich aber schon lange nicht mehr stört. Hier in London hingegen sehe ich im Minutentakt tolle Kombinationen, die mich inspirieren, dass ich das Gefühl habe ich verliere mich selbst. Weil es so vieles gibt, das man probieren könnte. Und das ist genau das, was ich getan habe - Neues ausprobiert. Ich meine wo geht es besser als in einer Modemetropole? Besonders was Farben angeht, war ich generell schon sehr experimentierfreudig dieses Jahr und habe dann hier in London noch viel mehr Farben für mich entdeckt. Im Gegensatz dazu habe ich festgestellt, was nicht zu mir passt und worin ich mich nach wie vor am wohlsten fühle. 

Das Outfit

Eines der Dinge, die mich inspiriert haben, sind die vielen Kopfbedeckungen, die ich gesehen hatte. Daher hatte ich total Lust mir auch wieder eine Mütze oder einen Hut zu zu legen und daher kam mir der Baker Boy Trend ganz gelegen. Ich habe eine navy blaue mit goldenen Knöpfen und trage dazu einen grauen Pullover und eine pinke Hose. In der Realität ist sie ein bisschen weniger pink und eher mehr mauve. Um in dem Farbschema zu bleiben, habe ich mich für ein neu bei mir eingezogenes Paar Sneaker entschieden: Es handelt sich um mein mittlerweile viertes Paar Stan Smiths mit rosanen Details, die ich lieber Weise von Footlocker zugesendet bekommen habe. Es ist für mich persönlich der bequemste Schuh und vor allen Dingen ein Modell, das zu allem passt.

Pullover: Zara
Hose: Topshop (hier)
Schuhe*: Footlocker (hier)
*die mit Sternchen markierten Produkte wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zudem enthält dieser Beitrag Affiliate-Links
das ist der erste Blogpost mit so richtigem London Content und als echter Frühstücksliebhaber stelle ich euch natürlich einen London Breakfast Guide vor. Es gibt heute also meine liebsten Cafés und es ist nur die eine Hälfte. Ein zweiter wird folgen. Aber jetzt viel Spaß beim Lesen und hoffentlich bald auch Ausprobieren!

LLS Café

Das LLS Café befindet sich in Hampsted Heath, wenige Minuten von der Hampstead Station entfernt. Es ist ein relativ kleines Café, aber es gibt dort die besten Pancakes, die ich bisher her in London hatte. Ich werde definitiv bald nochmal hingehen, denn man kann sich dort tatsächlich sein eigenes Avocado-Brot zusammen stellen. Wenn ihr schon mal da seid, kann ich euch einen Spaziergang durch das Viertel nur empfehlen!

97 Heath St
London NW3 6SS

Granger & Co

Hier zu empfehlen: Das Coconut Bread und die Acai Bowl! Es gibt in London mehrere Granger&Co Filialen. Ich war in der an der King's Cross Station und fand die Bedienung dort sehr nett und die Einrichtung echt schön. Die schönsten Blumensträuße! Und falls ihr euch für den Chia Pudding entscheidet, er ist winzig. Ihr solltet dann auf jeden Fall noch was dazu bestellen.

7 Pancras Square
London N1C 4AG

The Dayrooms Café

Freies WLAN und die beste Acai Bowl. Sie sieht nicht nur wunderschön aus, sondern schmeckt auch richtig gut. Ich finde das The Dayrooms Café perfekt zum Arbeiten. Da ich schon mal in Cafés arbeite, ist das für mich eine perfekte Anlaufstelle. Super schade, dass es in Notting Hill relativ weit von mir entfernt ist.

212 Kensington Park Rd
London W11 1NR

The Drift

In diesem Restaurant hatte ich wohl mein bisher außergewöhnlichstes Frühstück. Es bestand aus einem Buttermilk Chicken auf einer belgischen Waffel mit Avocado, Sourcream, Chilli und Ahornsirup. Hört sich zunächst nach einer sehr ungewohnten Kombination aus, aber wer die Kombination aus süß und salzig mag, wird es lieben - ich kann es nur bestätigen. Achtung, die Pancake Portion ist sehr sehr klein dort!

110 Bishopsgate
London EC2N 4AY

Daisy Green

Dieses Café gibt es zwei weitere Male in London und zwar das Timmy Green und das Beany Green. Ich vermute sie haben alle die gleiche Karte und ich hatte dort French Toast und die liebste Freundin Porridge. Es gibt also vagere Speisen und wir haben unser Frühstück beide für gut befunden!

20 Seymour St, 
London W1H 7HX

26 Grains

Das 26 Grains befindet sich im Neal's Yard in der Nähe des Covent Gardens. Alleine der Neal's Yard ist ein so schöner Ort und definitiv einen Besuch wert. Im Café gibt es Porridge und Bowls - ich hatte ein Porridge mit Birne und es sah nicht nur super aus, sondern hat auch so gut geschmeckt!

1 Neal's Yard
London WC2H 9DP

LMNH Kitchen

Look Mum No Hands hat zwei Cafe in Shoreditch, eines davon bietet auch Fahrrad Workshops an. Die Atmosphäre dort ist für mich perfekt zum Arbeiten, jedoch gibt es dort kein WLAN, was wirklich total schade ist. Denn alles anderes bietet das Café: Guten Kaffee und Avocadobrot!

101 Back Church Lane
LondonE1 1LU

Bill's

Bei Bill's handelt es sich um eine Restaurantkette, die auch eine große Frühstücksauswahl anbietet. Ich persönlich war in der Filiale am Covent Garden, aber da könnt ihr schauen, welche am besten für euch zu erreichen ist. Gefrühstückt hatte ich dort ein Brot mit Avocado, Poached Egg und Pilzen. Dazu gab es noch Pancakes und ich fand beides sehr gut. 

St Martin's Courtyard
London WC2E 9AB

Coppa

Eines der schönsten Restaurants, das ich je gesehen habe. Denn in der Filiale an der Tower Bridge ist der Außenbereich mit Flieder geschmückt. Man kann bei toller Aussicht auf die Tower Bridge und die Themse frühstücken. Entschieden hatte ich mich für Waffeln mit Beeren und es war sehr gut und vergleichsweise nicht teuer. Daher war ich ein weiteres Mal zum Mittagessen da, aber darüber berichte ich euch bald in einem normalen Food Guide.

3 Three Quays Walk
London EC3R 6AH
Habt ihr Frühstückstipps für London? Lasst sie mich gerne in den Kommentaren wissen! Ich hoffe, mein London Breakfast Guide hat euch gefallen.


- Fear of missing out - 

Ein Gefühl, das ich selbst bisher selten verspürt hatte. Ich hatte selten Angst etwas zu verpassen. Es war in Ordnung Freitag abends auf der Couch zu sitzen, nicht immer und überall dabei zu sein. Und seit ich hier in London bin, weiß ich wie sich das Ganze anfühlt. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben, dass ich mich schlecht fühle ein wenig Zeit entspannt im Bett zu verbringen. Besonders wo mir jetzt nur noch weniger als ein Monat hier bleibt. 
Meine Liste, an Dingen, die ich unbedingt gemacht und gesehen haben möchte, ist noch so lang. Museen, Cafés, Sehenswürdigkeiten, Tagesausflüge in umliegende Städte, Zeit mit meinen neu gewonnen Freunden verbringen. Aber mit dem Druck geht auch die Freude verloren. Es ist Zeit den Druck rauszunehmen, um die letzten Wochen voll und ganz zu genießen. Also habe ich letzte Woche beschlossen an einem freien Tag auszuschlafen, entspannt E-Mails zu beantworten, mich in Ruhe fertig zu machen und ins Tate Modern zu gehen. Ehrlich gesagt bin ich nicht der größte Kunstliebhaber, aber ich mag die Atmosphäre von Museen und Galerien. Es fühlt sich dort so entschleunigt an. Den Besuch dort hab ich mit einem Buchkauf beendet, dem ich mich noch nicht gewidmet habe, es aber definitiv noch tun werde.
Mir ist bewusst geworden, dass ich jederzeit wieder her kommen kann. Flüge von Köln nach London kosten mit ein bisschen Glück keine 15 Euro. Dauern eine Stunde. Schlafplätze werde ich dank neuen Freunden und Bekanntschaften sicherlich immer haben. Sprich, es gibt keinen Grund sich Sorgen zu machen. Es gibt stattdessen ganz viele Gründe die Zeit hier zu genießen und noch ganz oft wieder zu kommen. 

Das Outfit

Das Midi Blümchenkleid war ein Kauf für die kurzfristige Einladung zur London Fashion Week. Ich finde den Schnitt fabelhaft und es reicht bei mir bis zur Mitte des Unterschenkels, sodass ich dazu eine Mom Jeans kombiniert habe. Andere greifen zur Strumpfhose, ich zur Jeans. Die Kombination bricht den schicken und mädchenhaften Stil des Kleides. Und ist dazu noch unfassbar bequem. Um den Look abzurunden, habe ich mich wie immer für Sneaker entschieden und trage meine schwarze Umhängetasche mit Animalprint und meine Lederjacke. Genauso habe ich das Outfit zur Fashion Week und noch viele weitere Male getragen und finde es sehr bequem und dennoch schick für den Alltag.




Kleid: Zara (hier)
Tasche: Accessorize (hier)
Lederjacke: Mango
Jeans: Zara
Sneaker: Adidas (hier)
*dieser Beitrag enthält Affiliate Links
es ist wieder Zeit für einen Wochenrückblick! Die letzten zwei Wochen waren wieder total aufregend, ich habe einiges erlebt und Besuch von Katharina bekommen. Da sie zum ersten Mal in London war, habe ich ihr meine Herzensstadt gezeigt. Und was bei uns nicht fehlen darf: Gutes Essen - davon hatten wir einiges. Aber seht und lest nun selbst:

Zum ersten Mal...

in einem Musical gewesen. Und zwar habe ich mir mit einer Freundin das Aladdin Musical angesehen. Wir habe auf der Website des Musicals an der Lottery teilgenommen, bei der man günstige Tickets ergattern kann. Und so haben wir relativ weit vorne gesessen und pro Person 25 Pfund, statt regulären 63 gezahlt. Daher haben wir uns doppelt gefreut und das Geld hat sich mehr als gelohnt. Es war wunderschön, die Bühnenbilder waren total faszinierend und besonders Gini hat seine Rolle so gut gespielt. Ich bin immer noch total begeistert und kann euch das Musical sowie die Lottery (jeden Montag) nur ans Herz legen.

Gefreut...

natürlich meine liebe Katharina hier zu haben. Denn die Woche davor hatte ein unschönes Ende für mich genommen. Ich war nicht selbst betroffen, aber es sind Dinge passiert, die mich ein wenig runter gezogen haben. Da war Besuch von daheim gleich noch viel schöner. Katharina und ich haben zunächst einen Sightseeing Tag eingelegt und auch die Wachablösung am Buckingham Palace angesehen, die ich selbst noch nicht gesehen hatte. Die Menschenmenge dort war unvorstellbar, damit hätte ich gar nicht gerechnet. Aber wir konnten am Ende noch ziemlich gut sehen und es war wirklich cool die Wachablösung zu sehen. Im St. James Park haben wir Eichhörnchen gefüttert, was total Spaß gemacht hat.

Gegessen...

[Werbung] unsere liebste Beschäftigung ist bekanntlich Essen. Neben unendlich vielen Frühstücksbildern, die ihr die letzten Tage in meiner Instagram Story gesehen habt, durfte ein Besuch bei Vapiano nicht fehlen. Ich liebe es neue Restaurants zu besuchen, aber besonders in Zeiten, in denen man Heimweh verspürt ist Gewohntes mit einer Freundin so viel wert. Wir haben noch meine liebste London Freundin mitgenommen und die vertraute Atmosphäre und das Essen genossen. Sowohl daheim als auch im Ausland ist Vapiano ein Ort für mich, wo ich weiß was ich bekomme (ich kenne sogar ungelogen die Karte zumindest in Deutschland auswendig). Und ich bin super froh, dass wir hier in London drei Filialen haben und es in so vielen Ländern weitere gibt. Für mich gab es wie fast immer Pollo Piccante und danach noch ein Dessert. Der Vapiano Besuch mit Katharina hat mir so gut getan und ganz viel Freude auf meine letzten Wochen hier in London gegeben. 

Gekauft...

da es uns auch auf die Oxford Street verschlagen hat, ist einiges bei mir eingezogen. Zum Beispiel diese Bluse und die Boots, nach denen ich auf Instagram einige Male gefragt wurde. Daher verlinke ich euch absofort in den Wochenrückblicken, immer die Teile die ich trage. Ihr findet also unter dem Bild die Links zu den Produkten! Darüber hinaus durfte noch eine Schiffermütze mit und eine Culotte.

Gesehen...

einen tollen Ausblick auf London  und das gleich zwei Mal. Denn Katharina und ich waren auf dem London Eye und am nächsten Tag im Skygarden. Ich muss ehrlich sagen, dass sich der Skygarden mehr lohnt, weil es zum einen kostenfrei ist die Aussicht nochmal viel schöner ist als vom London Eye. Ich bin schon gespannt welche Aussichtsplattformen ich in den nächsten Wochen noch sehen werde bevor es wieder Richtung Heimat geht.

Geschafft...

endlich zum Columbia Road Flower Market zu fahren. Dieser wurde mir nun schon so oft empfohlen und wir sind Sonntag dort gewesen. Vielleicht hätten wir noch früher dorthin gehen sollen, denn es war sehr voll dort. Aber es ist ein großartiger Markt, einer meiner liebsten und ich werde sicherlich bald nochmal hingehen. Dann zwei Stündchen früher, mit der Hoffnung, dass sich noch nicht so viele Menschen dort tummeln.

Geplant...

Veränderungen, Veränderungen, Veränderungen. Generell im Leben und besonders auch hier auf dem Blog. Es kann sein, dass die nächsten Wochen nicht viel Neues von mir kommen wird. Was nicht bedeutet, dass ich nicht am Blog arbeite. Es wird ganz bald ein neues Design geben, denn irgendwie brauche ich besonders nach London einen klaren Schnitt in vielerlei Hinsicht und auch hier braucht es nochmal frischen Wind, also seid gespannt und wir lesen uns hoffentlich bald wieder!